Havensteinschule
Havensteinschule

Individuelle Förderung

Fördern und Fordern

 

Präambel

 

Unsere pädagogischen Arbeit an der Havensteinschule basiert auf

der Öffnung für unterschiedliche Lernvoraussetzungen,

Berücksichtigung von individuellen Förderkonzepten,

Lernen in heterogenen Lerngruppen,

Förderung der Sozialkompetenz.

 

 

Schulfähigkeitsprofil

In Verabredung mit den abgebenden Kindertageseinrichtungen und in Anlehnung an die Handreichung „Erfolgreich starten“ des MfSJK haben wir ein Schulfähigkeitsprofil erstellt. Um erfolgreich in der Schule mitarbeiten zu können, müssen Kinder unterschiedliche Kompetenzen/Fähigkeiten entwickeln.

Bei verschiedenen Informationsabenden (Informationsveranstaltung für die Eltern der 4-jährigen Kinder, Info-Abende für die Eltern der Schulanfänger/innen) werden Eltern über Schulfähigkeit informiert und ihnen unter anderem die Arbeit in den Kindergärten vorgestellt. Zusätzlich erhalten sie praktische Tipps zur vorschulischen Förderung ihrer Kinder.

 

 

Vorschulische Diagnose und Förderung

Auf die vorschulische Diagnose und Förderung wird unter "Schulanfang" näher eingegangen.

 

 

Schuleingangsphase

Die Schuleingangsphase wird an der Havensteinschule in jahrgangsbezogenen Klassen organisiert.

Dies erfordert konzeptionelle Überlegungen, die individuelle Förderung sicherstellen. Bezogen auf die individuellen Lernausgangslagen und Entwicklungsmöglichkeiten der Schüler/innen werden dazu geeignete unterrichtliche Maßnahmen der inneren und äußeren Differenzierung miteinander verbunden. Sie sind in den Unterricht im Klassenverband mit gemeinsamen Lernsituationen eingebettet. An fachorientiertes Lernen werden die Kinder schrittweise herangeführt. Phasen des Spielens und freien Arbeitens werden mit Formen des zielorientierten und differenzierenden Unterrichts verbunden. Verstärkte Differenzierung und offene Unterrichtsmethoden setzen individuelle Lernhilfen voraus. Individuelles und soziales Lernen ergänzen einander.

Ein rhythmisierter Schultag mit Phasen der Anspannung und Entspannung unterstützt die Arbeit in der Schuleingangsphase. Das ist besonders für die Förderung von Schüler/innen mit geringer ausgeprägter Schulfähigkeit von Bedeutung. Eine Abkehr vom 45-Minuten-Takt im Unterrichten hilft mit, die Schuleingangsphase für das fachliche und soziale Lernen zu gestalten. Dies wird erreicht durch das Klassenlehrer/innenprinzip und das Abstellen der Schulglocke.

Bei Notwendigkeit wird lernschwächeren und langsamer lernenden Kindern der Verbleib eines weiteren Jahres in Klasse 1, bzw. in Klasse 2 ermöglicht.
Schneller lernende Schüler/innen können am Unterricht der nächsthöheren Jahrgangsstufe teilnehmen. Dies kann auf einzelne Fächer oder auch auf begrenzte Zeiträume bezogen sein (vgl. Förderung besonders begabter Schüler/innen).
Die Organisation des Anfangsunterrichts (Lernen in Kleingruppen, stufenweise Aufstockung der Stunden an den „normalen“ Stundenplan) ermöglicht dem/der Klassenlehrer/in bereits in den ersten Wochen eine individuelle Bestands-aufnahme/Diagnostik der Lern- und Entwicklungsstände ihrer/seiner Schüler/innen. Die Zeit bis zu den Herbstferien wird genutzt für den Cito-Test (Verfahren zur Ermittlung des Sprachverständnisses), den „Rundgang durch Hörhausen“ (Diagnose der phonologischen Bewusstheit), der Eingangsdiagnose des „Zahlenbuches 1“ im mathematischen Bereich und einer fein- und grobmotorischen Analyse im Sportunterricht. Grundlage für die Diagnostik und die Erstellung eines Sportförderplans bildet der „Motorische Test für Nordrhein-Westfalen“, der vom Innenministerium des Landes NRW herausgegeben wurde. Mit Hilfe dieses Tests kann zum Einen der aktuelle Leistungsstand von Kindern bezüglich der körperlich-motorischen Leistungsfähigkeit festgestellt werden. Zum Anderen kann durch mehrmalige Durchführung dieses Tests Veränderungen in der Leistungsfähigkeit festgehalten werden.
 

 

Förderplanung

Nachfolgende Beobachtungskriterien berücksichtigt der/die Lehrer/in während ihrer/seiner Arbeit, unterstützt durch gezielte Beobachtungen sowie fachliche Überprüfungsverfahren informeller und standardisierter Art im Laufe des Unterrichts. Hierzu zählen die Hamburger Schreibprobe, der ELFE–Lesetest, Vergleichsarbeiten in Klasse 3, ...

Beobachtungskriterien, die auch die Grundlage der Förderung während der gesamten Grundschullaufbahn darstellen, sind...

 

- Leistungen in den Fächern

 

- Entwicklungsstand, Fähigkeiten, Fertigkeiten in den basalen Entwicklungs-

  bereichen Motorik, Wahrnehmung, Lern-/Arbeitsverhalten, Emotionalität und

  Sozialverhalten,

 

- Umweltbedingungen, Lebensumfeld (Elternhaus ... ) sowie

 

- besondere Vorlieben, Interessen, Stärken und Kompetenzen des Kindes.

 

Gespräche mit dem/r Schüler/in und den Eltern ergänzen die Beobachtungen.

Der/die Klassenlehrer/in trifft aufgrund seiner/ihrer individuellen Förderplanung Entscheidungen über die entsprechen Maßnahmen und deren Umsetzung. Sie/er führt Gespräche mit allen an der Förderung des Kindes beteiligten Personen (Schüler/innen, Eltern, Fachlehrer/innen, Förderschullehrer/innen, Sprachtherapeuten/innen, Ergotherapeuten/innen sowie anderen beteiligten Institutionen, wie Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien, Regionale Schulberatungsstelle der Stadt Oberhausen, Psychologen, Caritas, Lehrinstitut für Orthographie und Schreibtechnik (LOS), ...). Die Beobachtungen und Ergebnisse werden in einem Förderplan festgehalten, welcher als Grundlage für die Elternsprechtage und Elterngespräche genutzt wird.

Ab Klasse 2 werden Förderempfehlungen ausgegeben.

 

 

Binnendifferenzierung

Die Einführung der veränderten Schuleingangsphase erfordert es, den Anfangsunterricht pädagogisch und didaktisch-methodisch weiter zu entwickeln.

Schüler/innen arbeiten entsprechend ihrer individuellen Lernvoraussetzungen und der erforderlichen Lernzeit möglichst selbständig an spezifisch vorbereiteten Arbeitsaufträgen in Organisationsformen mit innerer Differenzierung.

 

Der Heterogenität der Schülerschaft in der Schuleingangsphase aber auch in den weiteren Jahrgangsstufen trugen und tragen wir Rechnung, indem wir Planung und Gestaltung des Unterrichts auf Förderung einzelner Schüler/innen und auf Gruppen von Schüler/innen mit vergleichbaren Lernvoraussetzungen und Lernfortschritten ausrichten. Ziel war/ist es stets, leistungsschwächere Schüler/innen und Schüler nicht zu überfordern und leistungsstärkere nicht zu unterfordern.


Offene Unterrichtsformen wie Freiarbeit, Wochenplan- und Werkstattunterricht ermöglichen durch differenzierte Aufgabenstellungen individuelle Förderung von Schülern/innen mit Lernrückständen aber auch mit besonderen Begabungen und Interessen.

Die methodisch-didaktische Umsetzung offener Formen des Unterrichtens und Lernens wird an der Havensteinschule seit Jahren in allen Jahrgangsstufen praktiziert und ist fester Bestandteil des Schulprogramms.

Selbstgesteuertes Lernen der Schüler/innen, gemeinsame Lernprozesse im Klassenverband oder in der Lerngruppe und angeleitetes Lernen stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Schüler/innen lernen miteinander zu arbeiten, aber auch, mit Rücksicht auf andere, allein ihren Aufgaben nachzugehen. Jede differenzierte und individuelle Förderung ist, unabhängig von der konkreten Organisationsform, eingebettet in die Lerngruppe oder in den Klassenverband mit gemeinsamen Lernsituationen und -prozessen und in das Klassenleben mit seinen Ritualen.

Bei allem kommt dem selbstgesteuerten Lernen eine besondere Bedeutung zu. Schüler/innen lernen auf diese Weise, ihrem Lernalter und Lernstand entsprechend sich richtig einzuschätzen, sich selbst anspruchsvolle Aufgaben und Ziele zu setzen, ihr Lernen zu planen und auch zu überprüfen. So helfen wir Schülern/innen, effiziente Lernstrategien und Lernkompetenz zu entwickeln. Gerade in der Schuleingangsphase unterstützen offene Unterrichtsformen das Lernen und die Entwicklung von Selbständigkeit und Selbstverantwortlichkeit nachhaltig. Bereits vorhandenes und neues Lernmaterial wird für differenzierendes und individualisierendes Unterrichten genutzt und weiterentwickelt.                              
Allerdings soll der Unterricht nicht einseitig auf offene Formen und ausschließlich selbstgesteuertes Lernen ausgerichtet sein. Angeleitetes Lernen ist z.B. bei der Einführung komplexer Lerninhalte und vor allem bei der Förderung leistungsschwächerer und unsicherer Kinder notwendig und sinnvoll.
Lernschwache Schüler/innen mit besonderen Förderbedürfnissen profitieren in Klassen mit Gemeinsamen Lernen auch von der Doppelbesetzung durch eine/n Grundschullehrer/in und eine/n Förderschullehrer/in bzw. eine weitere Grundschullehrkraft.

Bei besonderem Bedarf werden Fördergruppen auch in äußerer Differenzierung gebildet. Dies kann auch jahrgangsübergreifend erfolgen. In Gruppen äußerer Differenzierung können Schüler/innen mit vergleichbarem Förderbedarf zusammengefasst werden, um z.B. in der Eingangsphase ihre Schulfähigkeit zu entwickeln und die Voraussetzungen für das Anfangslernen zu verbessern. Dies gilt z.B. für die Bereiche Wahrnehmung, Konzentration und Motorik, aber auch für die lernbereichsnahen Aspekte wie Entwicklung der phonologischen Bewusstheit und des frühen Zahlbegriffs.

 

 

Sonderpädagogische Förderung/Gemeinsames Lernen (GL)

Aus unserer pädagogischen Arbeit, die basiert auf der Öffnung für unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Berücksichtigung von individuellen Förderkonzepten, Lernen in heterogenen Lerngruppen und der Förderung der Sozialkompetenz ergibt sich die Integration von Regelschulkindern und Kindern mit besonderem Förderbedarf im Gemeinsamen Unterricht.

 

Diesen wollen wir in gemeinsamer Verantwortung von Lehrern/innen und Eltern umsetzen. Alle Kinder werden nach den jeweiligen Grundschul- bzw. Förderschulrichtlinien unterrichtet.  Die Förderung richtet sich nach den Möglichkeiten und Fähigkeiten des einzelnen Kindes. Der Förderbedarf der Kinder mit sonderpädagogischen Förderung wird jährlich überprüft.

 

 

Förderung besonders begabter Kinder

Zum einen finden diese Schüler/innen im jahrgangs- und klassenübergreifenden Förderunterricht Berücksichtigung, zum anderen ermöglicht die Öffnung von Unterricht auch (insbesondere diesen Kindern) eine Teilnahme am Unterricht des nächsthöheren Jahrganges (Drehtür).

Die beteiligten Lehrer/innen stimmen in Zusammenarbeit mit den Eltern und dem/der Schüler/in einen Plan für einen bestimmten „Testzeitraum“ ab. Nach dieser Testphase des Probeunterrichts überprüfen alle Beteiligten diese Maßnahme und stimmen das weitere Vorgehen ab ("Überspringen" einer Jahrgangsstufe, ...).

 

 

Förderunterricht (Jahrgangsstufen 1-4)

Förderunterricht im Klassenverband

In der Stundentafel der jeweiligen Klasse ist eine Stunde enthalten, die ausschließlich für die Förderung in einer Kleingruppe vorgesehen ist. Über deren Zusammensetzung und den Inhalt des Förderunterrichts entscheidet der/die Klassenlehrer/in und der/die Förderschullehrer/in.

 

 

Klassenübergreifender Förderunterricht

Soweit es die personellen Ressourcen erlauben, wird zusätzlich klassen-übergreifender Förderunterricht eingerichtet. Hier bestimmen die Förderbedürfnisse der Schüler/innen in den verschiedenen Jahrgangsstufen das Förderangebot, wie z.B. Sprachförderung durch eine Förderschullehrerin, Förderung der phonologischen Bewusstheit, Lese-Rechtschreib-Förderung, psychomotorische Förderung, Sprachförderung für Schüler/innen mit Deutsch als Zweitsprache, mathematische Grundfertigkeiten, „Denkschule“, ...

 

 

Jahrgangsübergreifender Förderunterricht (Förderband)

Die unterschiedlichen Förderbedürfnisse unserer Schüler/innen in den verschiedenen Jahrgangsstufen ergab die Notwendigkeit eines jahrgangsübergreifenden Förderangebotes.

An einem Tag in der Woche findet Förderunterricht für alle Schüler/innen statt. Aufgrund der Förderbedürfnisse der Schüler/innen stimmt das Kollegium unterschiedliche jahrgangsübergreifende Förderangebote ab, so dass alle Schüler/innen nach ihren individuellen Bedürfnissen für einen bestimmten Zeitraum (ca. 8 Wochen) auf einem bestimmten Gebiet Förderung erfahren.

Momentan werden folgende Förderangebote durchgeführt:

Wird noch ergänzt

 

Die Zuweisung der Schüler/innen erfolgt durch den/die Klassenlehrer/in. Nach jeder Phase evaluiert das Kollegium das Förderangebot, schreibt es fort oder verändert es.

Durch die Ausnutzung der individuellen Fachkompetenzen der einzelnen Lehrer/innen wird eine umfängliche Förderung möglich.

 

 

Hier finden Sie uns

Havensteinschule
Küppers Hof 15
46117 Oberhausen 

 

Kontakt

Telefon:

0208 6206570

 

Fax:

0208 6206577

 

eMail:

havensteinschule@oberhausen.de

 

Oder nutzen Sie einfach unser Kontaktformular.

Sprechzeiten im Sekretariat

Montag:       09.45 - 13.30 Uhr

 

Mittwoch:     07.30 - 13.30 Uhr

 

Freitag:        07.30 - 13.30 Uhr

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Havensteinschule